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Handschuhe
sind unerlässliche Utensilien für den Safer Sex beim Fisten. Die gefühlsechten, meist beschichteten, bestehen aus Latex und sind in unterschiedlichen Materialstärken in Apotheken, Drogerien und Frauensexläden zu erhalten. Sie verhindern, dass Bakterien und Viren (z.B. im Kot oder der Vaginalflüssigkeit) direkt mit der Hand und damit mit eventuell offenen Wunden in Berührung kommen. Beim Wechsel zwischen vaginaler bzw. klitoraler und analer Stimulation empfiehlt sich, mehrere Handschuhe übereinander zu tragen, die dann vor jeder Ortsveränderung nacheinander schnell abgestreift werden können. Die wenigsten Läden haben Probehandschuhe ausliegen dennoch ist es ratsam, um einen solchen zu bitten oder erst einmal nur ein Paar zu kaufen, um sicher zu gehen, dass der nächste 100er Pack nicht unbenutzt in der Ecke liegt oder nur zum Abwaschen benutzt werden kann. Hanky Code sind aus der Schwulenszene stammende Zeichen zur symbolischen Darstellung von sexuellen Vorlieben mittels farbiger Tücher, Bandanas oder flags. Wird das Tuch links getragen, bedeutet es Aktiv - rechts getragen passiv (bei z.B. Arschlecken oder manueller Stimulation, ist es umgekehrt). Wird das Tuch um den Hals gebunden, kann es auf Switchbereitschaft hinweisen. Ein Tuch hilft, Kontakte zu knüpfen und sexuelle Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Die Bedeutung sollte aber im Ernstfall noch einmal erfragt werden, um Missverständnissen auszuweichen und die zwischenmenschliche Kommunikation auch beim Sex zu fördern. Harness (Geschirr, Harnisch) ist ein Leder-, Ketten- oder Nylongürtel, in den ein, manchmal auch zwei Dildos für sich und/oder die Partnerin eingespannt werden, um die Hände für anderes frei zu haben und den ganzen Körper beim Sex mit einbringen zu können. Heavy Petting Gegenseitige Masturbation bis zum Höhepunkt. Hermaphroditen Hermaphroditen. Menschen von zweierlei Geschlecht. In der Antike wurden sie verehrt: als vollendete Kinder der Götter Hermes und Aphrodite. Später wurden sie ausgestoßen, im Mittelalter sogar als Hexen verbrannt und Anfang des letzten Jahrhunderts auf Jahrmärken in Schaubuden ausgestellt.Der römische Dichter Ovid erzählt in seinen berühmten Metamorphosen (Ov. met. 4, 285 - 388) die Geschichte des Hermaphroditos, Sohn der antiken griechischen Gottheiten Hermes und Aphrodite. Der Mythos. Demnach verließ der bildschöne Knabe Hermaphroditos mit 15 Jahren seine Amme. Auf dem Weg nach Karien erblickte ihn die Quellennymphe Salmakis, die sich unsterblich in ihn verliebte. Der unerfahrene und unwissende Junge badete in ihrer Quelle, sie überraschte ihn und umklammerte seinen Körper. Um nie mehr von ihm getrennt zu werden, flehte die Nymphe die Götter an. Ihre Bitte wurde erhört und beide Körper vereinten sich zu einem. Hermaphroditos war entsetzt und bat daher seine göttlichen Eltern, alle männlichen Quellbesucher in Zukunft in Zwitterwesen zu verwandeln. XX und XY. Rein biologisch betrachtet gibt es nur Mann oder Frau. Die menschliche Geschlechtsentwicklung beginnt erst in der sechsten Lebenswoche eines Fötus - davor existiert der Keimling quasi als Zwitterwesen. Doch danach prägen die Gene ein männliches oder weibliches Wesen. Ein XY-Chromosomenpaar lässt Hoden, später den Penis wachsen, ein XX führt zu Eierstöcken und Klitoris. "Spielarten" der Natur. Auf dem Weg zu Mann oder Frau kommt der Natur manchmal etwas dazwischen. Chromosomen fehlen oder sind überzählig, Enzyme versagen, Hormone fallen aus. Ärzte zählen Dutzende verschiedener Störungsbilder. So gibt es etwa ein Syndrom namens AIS (Androgen Insensitivity Syndrome). Bei Menschen mit diesem Krankheitsbild können die männlichen Hormone nicht wirken, weil entsprechende Empfangsmoleküle (Rezeptoren) für die Hormone fehlen. So verfügen AIS-Patienten zwar über Hoden im Körperinneren und männliche Erbanlagen, kommen aber äußerlich als Mädchen zur Welt. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass das Syndrom häufig erst spät entdeckt wird. Beim häufigsten intersexuellen Befund, dem Adrenogenitalen Syndrom (AGS), produzieren defekte Nebennieren zu viele männliche Sexualhormone. Dies führt bei weiblichen Embryonen manchmal zu einer sehr großen, penisähnlichen Klitoris. Man spricht dann von weiblichen Pseudohermaphroditen. Selten hingegen sind jedoch echte Hermaphroditen, also Menschen, die sowohl Hoden als auch Eierstöcke haben. Quelle: http://www.zdf.de vom 07.10.2002 Online-Redakteurin: Anne Hartmann Junge oder Mädchen? Intersexuelle Menschen In unserer Vorstellung kennen wir nur zwei Geschlechter: Mann oder Frau. Ein Zustand, der sich dazwischen bewegt, ist undenkbar. Dennoch gibt es genau das - Menschen, die weder Mann noch Frau sind. Bei mindestens 400 Babys pro Jahr wissen die Geburtshelfer keine spontane Antwort auf die klassische erste Frage: "Junge oder Mädchen?" Für die meisten Menschen ist das immer noch ein Tabuthema. Forschungen zu einem Tabuthema. Warum werden manche Menschen zweigeschlechtlich geboren? Nimmt die Zahl an Intersexuellen sogar zu? Am Universitätsklinikum Lübeck wird das seltsame Phänomen seit zehn Jahren erforscht - die einzige Einrichtung in Deutschland. Zwitter nennt sie der Volksmund, Hermaphroditen heißen sie nach dem antiken Mythos. Die Wissenschaft bezeichnet sie als Intersexuelle - ein Sammelbegriff für eine Vielzahl medizinischer Befunde, bei denen die äußeren oder inneren Geschlechtsteile bei der Geburt fehlen oder fehlgebildet sind. Anders als bei Transsexuellen, deren Gefühl, im falschen Körper zu leben, ursächlich schwer erklärbar ist, hat Intersexualität gut bekannte medizinische Ursachen. Sisyphusarbeit. Noch vor zehn Jahren sprach man in Fachkreisen nicht über das Thema Intersexualität beim Menschen. Daher war es auch für Dr. Ute Thyen und ihre Kollegen vom Uniklinikum Lübeck mehr als schwer an irgendwelche Daten und Fälle heranzukommen. Nationale Register und Statistiken gibt es bis heute nicht. Also blieb für die Ärztin nur die Möglichkeit, in Eigenregie zu ermitteln und schließlich den großen Fragenkatalog mühsam mit Antworten zu füllen. Wie viele Fälle gibt es überhaupt und werden es weniger oder doch eher mehr? Ein schwieriges Unterfangen, denn nicht immer sind die Merkmale äußerlich sichtbar. Innere Störungen entstehen bereits im Embryonalstadium und sind später nur schwierig oder gar nicht zu erkennen. Problem: Diagnose. Mittlerweile fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Projekt der klinischen Forschergruppe an der Medizinischen Universität Lübeck zum Thema "Intersexualität - Vom Gen zur Geschlechtsidentität". Dort untersucht der Sprecher des Projekts Prof. Dr. med. Olaf Hiort zu Demonstrationszwecken die kleine Sarah, ein kerngesundes vierjähriges Mädchen. Das Ultraschallbild jedoch zeigt, warum Intersexualität vor allem bei Kindern häufig übersehen wird. Denn Prof. Hiort benötigt zehn Minuten, um endlich den winzigen Schatten von Sarahs Gebärmutter zu sehen - bei Kindern in diesem Alter völlig normal. Ein weiteres Problem macht den Ärzten bei der Diagnose und der Ursachenforschung von Intersexualität zu schaffen: Es gibt viele unterschiedliche Formen der Intersexualität. Fehler in den Genen? Ein anderer Fall bringt Klarheit. Die Ultraschallaufnahme lässt keinen Zweifel: Das Kind ist intersexuell. Sichtbar wird eine kleine Gebärmutter, obwohl der Chromosomensatz eindeutig männlich ist. Was kann die Ursache sein? Wird das Blut des Kindes den Forschern verraten, warum es trotz männlicher Chromosomen kein Junge sondern doch ein Mädchen ist? Nach Wochen intensiver Forschung wird in einem letzten Schritt das Erbgut des Kindes untersucht. Ein winziger eingefärbter Genabschnitt wird wie ein Foto entwickelt. Hat das Erbgut einen Fehler? Sorgfältig werden die Genmuster des Kindes mit denen anderer Patienten verglichen. In diesem Fall wird eine genetische Abweichung sichtbar. »Fehler in den Genen können sicher auch durch Umwelt-Einflüsse entstehen. Denken sie nur an das Reaktorunglück von Tschernobyl, wo es vielfältige Veränderungen auch gegeben hat. Die werden dadurch induziert. Zum anderen können sie auch durch Hormone direkten Einfluss auf das Werden eines Menschen nehmen. Durch ein Angebot von männlichen Hormonen wird auch ein weibliches Kind vermännlichen, so dass auch Hormone einen direkten Einfluss darauf nehmen können.« Prof. Dr. Olaf Hiort, Medizinische Universität Lübeck Quelle: http://www.zdf.de vom 08.10.2002 Online-Beitrag von Anne Hartmann Herpes ist eine sehr weit verbreitete Erkrankung, ausgelöst durch Viren. Etwa 95% der Bevölkerung tragen den Virus in sich, ohne dass Krankheitssymptome bestehen müssen. Früher unterschied man Herpes simplex und Herpes genitalis mit den Virustypen I und II. Heute geht man davon aus, dass beide Virustypen grundsätzlich jede Körperpartie infizieren können. Die Übertragung geschieht durch Kontakt mit erkrankten Hautpartien, aber auch durch Körperflüssigkeiten. Bei Erstinfektion zeigen sich 3 bis 8 Tage nach der Ansteckung Rötungen und Juckreiz. Es können auch leichtes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten auftreten. Die Bläschen heilen und verkrusten innerhalb einiger Wochen, können aber immer wieder auftreten. Auslöser dafür können Stress, zu starke Sonneneinstrahlung, Übermüdung und geringe Immunabwehr sein. Beim Immundefekt kann es auch zu größeren Hautveränderungen oder zum Befall anderer Organe kommen. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, es werden virushemmende Medikamente eingesetzt. Heterosexualität oder auch heterosexuell oder hetero [englisch: heterosexuality; Englisch umgangssprachlich: straight = nicht Homosexuell] Das Wort leitet sich von der griechischen Sprachwurzel heteros = anders ab und bedeutet: Neigung zum anderen Geschlecht; also ein heterosexueller Mann steht auf Frauen und eine heterosexuelle Frau steht auf Männer; umgangssprachlich als Hetero abgekürzt; Mehrzahl: Heteros; leicht abwertend (in der Schwulenszene) Heten; im Gegensatz zur Homosexualität = der Neigung zum eigenen Geschlecht. HI-Virus (HIV) HIV steht für Human Immunodeficiency Virus (menschliches Immunschwächevirus). Es wurde 1983/84 von Wissenschaftlern in Frankreich und den USA entdeckt. HIV ist der Hauptverursacher der Immunschwächekrankheit AIDS. HIV-positiv sind Menschen, die mit dem Virus infiziert, aber noch nicht krank sind. Das Virus kann außerhalb des Körpers nicht überleben. Es verliert durch Hitze, Desinfektionsmittel oder Eintrocknen seine Infektionsfähigkeit. Es lebt und vermehrt sich im Körper nur mit Hilfe lebender Zellen, der sogenannten Wirts- oder Helferzellen. Das HIV dringt in die Zellen ein, die für das menschliche Immunsystem zuständig sind. Es verändert diese Zellen, indem es sein eigenes Erbmaterial in diese Helferzellen einbaut. Die veränderten Zellen produzieren neue Viren und sterben danach ab. Somit wird das Immunsystem laufend geschwächt und kann letztendlich völlig zusammenbrechen. Ein gesundes Immunsystem kann mit Infektionen fertig werden. Ein mit HIV infizierter Mensch ist manchen Krankheiten nicht mehr gewachsen. Im Laufe der Zeit kann es zu immer ernsthafteren Erkrankungen kommen und früher oder später auch zum Tod. Homosexualität der Begriff tauchte zum ersten Mal 1869 in einer anonymen Schrift auf, die in der die Abschaffung schwulenfeindlicher Gesetze gefordert wird. Der Autor war der deutsch-ungarische Literat und Übersetzer Károly Mária Kertbeny (Karl Maria Benkert). Obwohl Kertbeny sich nur auf Männer bezog, beruht "homo" sprachlich nicht auf dem lateinischen Wort für Mann, sondern auf dem griechischen Wort "homos" = das Gleiche. Bekannt wurde Kertbenys Wortschöpfung durch den Arzt und Zoologen Gustav Jäger, der ihn in der zweiten Auflage seines Werkes Entdeckung der Seele (1880) gebrauchte. Er prägte auch das Wort "Heterosexualität" als Gegenstück - Kertbeny hatte "normalsexuell" vorgeschlagen. Obwohl "homosexuell" sich auf beide Geschlechter bezieht, werden damit heute immer noch häufig nur schwule Männer bezeichnet. Im englischen wird Homosexualität Queers und im lateinischen concubitus cum persona ejusdem sexus = Geschlechtsverkehr mit Personen des gleichen Geschlechts bezeichnet. Homosexualität gehört in allen Kulturen zur normalen Bandbreite der menschl. Sexualität. Die Homosexuellen ([Selbst-]Bez. bei Frauen Lesbe(n), bei Männern Schwule) leiden nicht unter ihrer Homosexualität sondern unter gesellschaftl. Diskriminierung. Lange als >>widernatürl.<< v.a. unter Männern mit Strafe bedroht, werden heute nur noch homosexuelle Handlungen n Jugendl. unter 18 Jahren strafrechtl. verfolgt. HWG Kürzel für "häufig wechselnder Geschlechtsverkehr", eine gängige Formulierung aus Polizeiberichten. Die Abkürzung bezieht sich fast immer auf Frauen. Unter "Person mit HWG" ist eine Prostituierte zu verstehen. |
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