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Christopher Street Day
Der Christopher Street Day führt uns in die Stonewall-Bar in der Christopher Street nach New York in den 60er Jahren. Damals war es üblich, dass die Polizei im New Yorker "Milieu" öfter Razzien durchführte. So auch am 28. Juni 1969. Doch dieses Mal verlief das Ritual anders: Die gefilzten Gäste - Lesbe(n) und Schwule - verschwanden nach der Razzia nicht, wie es sonst der Fall war, sondern versammelten sich auf der Straße, um ihren Unmut über das Vorgehen der Polizei zum Ausdruck zu bringen. Das wiederum veranlasste die Polizei, Nachschub anzufordern. Zu diesem Zeitpunkt herrschte noch eine recht friedliche Stimmung, was sich bald ändern sollte. Der Versuch einzelner Polizeibeamter, Verhaftungen vorzunehmen, ließ die Situation eskalieren: Scheiben gingen zu Bruch, Polizeifahrzeuge wurden demoliert, Polizisten mit Pferdeäpfeln beworfen, einige in die Stonewall-Bar eingeschlossen. Danach ging die Bar in Flammen auf. Nach 45 Minuten hatte die Polizei - personell verstärkt - die Situation unter Kontrolle. Das zwang die Lesbe(n) und Schwule zum Rückzug. Mit diesem Ereignis wurde eine neue Schwulen- und Lesbenbewegung geboren. In den folgenden Tagen versammelten sich Lesbe(n) und Schwule immer wieder in der Christopher Street, um gegen das Geschehene zu protestieren. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die konservativen Homo-Organisationen distanzierten sich empört von dem kämpferischen Geist und der Militanz dieser neuen Bewegung. Diese gründete noch in derselben Woche die Gay Liberation Front (GLF). Der Name drückte ihre Verbundenheit mit dem Kampf des vietnamesischen Volkes gegen die USA aus ("Nationale Befreiungsfront Vietnams"); ihre Parole "Gay Power" erinnerte an "Black Power", die Parole der Schwarzen Amerikas. Die GLF betrachtete sich als Teil einer großen Bewegung gegen die Unterdrückung der Schwarzen, der Frauen, der Indianer und Hippies. Die GLF gewann in ihrer Funktion als Organ und Interessenvertretung der Schwulen und Lesbe(n) zunehmend an Bedeutung, konservative Organisationen wurden damit zu Statisten degradiert. In der Folgezeit entstanden Dutzende von Homosexuellengruppen mit verschiedenen Interessenschwerpunkten. Trotz aller Differenzen und Abspaltungen ist die "Gay Community" heute nicht mehr aus dem öffentlichen Leben wegzudenken. Schon bald erwachte die Bewegung auch in Deutschland, wo 1897 die erste homosexuelle Organisation gegründet worden war. Vor dem Hintergrund dieser Tradition und angeregt durch die studentische Protestbewegung wurden zahlreiche Homosexuellengruppen gegründet, die den Kampf um gesellschaftliche Anerkennung aufnahmen. Im Zentrum stand dabei lange die Liberalisierung des Sexualstrafrechts, insbesondere die Abschaffung des §175. In den 80er Jahren kam dann die Auseinandersetzung mit AIDS dazu, die zur Gründung der ersten AIDS-Hilfen und des Dachverbandes Deutsche AIDS-Hilfe in Berlin führte. Dadurch konnten die Errungenschaften der sexuellen Liberalisierung gesichert und ausgebaut werden. Mit Blick auf das bis heute Erreichte und in dem Bestreben, gesamtgesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen, versammeln sich auch heute noch jedes Jahr um den 28. Juni herum weltweit Lesben und Schwule, um ihren Interessen Ausdruck zu verleihen und um der Revolte von 1969 zu gedenken. Die Deutsche AIDS-Hilfe unterstützt Lesben und Schwule beim CSD. Vor allem Schwule als Hauptbetroffenengruppe von AIDS werden darin bestärkt, selbstbewusst an die Öffentlichkeit zu treten. Copyright 1999 Deutsche AIDS-Hilfe e.V. CMV Abkürzung für Cytomegalie-Virus. Dieser befällt den Magen-Darm-Trakt, die Lunge oder die Augen. Eine Sekundärinfektion von AIDS. Codewort ist ein Sicherheitswort, mit dem bei Rollen- und SM-Spielen die Masochistin anzeigen kann, dass ihre Grenze erreicht bzw. überschritten ist und dass sie die Aktion abbrechen will. Coming Out dieser amerikanische Ausdruck bezeichnete früher den ersten öffentlichen Auftritt junger Frauen aus gutem Hause auf dem Debütantinnenball. Seine heutige Bedeutung - das innere Eingeständnis bzw. das öffentliche Bekenntnis, homosexuell zu sein - hat das Wort erst im Beginn der modernen Lesbe(n)- und Schwulenbewegung Ende der sechziger Jahre erhalten. Mangels eines eigenen Begriffs wird "Coming Out" auch bei uns benutzt oder als "rauskommen" eingedeutscht. Anfang der neunziger Jahre wurde in den USA das Wort "Outing" geprägt, das die Bekanntgabe der Homosexualität einer Person - in der Regel gegen deren Willen - durch andere bezeichnet. Im Deutschen wird heute das Verb "sich outen" im Sinne einer freiwilligen Enthüllung verwendet, die sich nicht mehr nur auf Homosexualität beziehen muss. Ich persönlich finde, dass dieses Wort ein "Scheiß" Wort bzw. total unpassend ist, doch wird es in unserer Gesellschaft leider oft verwendet. Meiner Meinung nach hat es kein Mensch nötig sich vor allen zu entblößen. Es gibt keinen roten Leitfaden, wie man bei seiner Umwelt erklären will, wie man fühlt. Manchmal frag ich mich selbst, warum so viel Wichtigkeit darin liegt, seinen Mitmenschen mitzuteilen, dass man homosexuell ist, mir ist jedenfalls bis heute noch keine Hete über den Weg gelaufen, die den Zwang hatte mir zu berichten, dass ihr Lebensgefährte andersgeschlechtlicher Art sei. Natürlich würde mir nicht im Traum einfallen mich jemandem vorzustellen mit den Worten: "Hallo, ich bin die und die und ich bin eine Lesbe!" ...und das wäre bestimmt auch nicht Sinn der Sache, denn im Vordergrund steht zuerst meine Person, meine Sexuelle Identität hat dabei erstmals gar nichts verloren!. Genauso wenig kann man sagen : "Okay, nächsten Samstag um 15.00Uhr setz ich mein Coming Out an!" Das Coming Out ist eher ein langer Zeitraum, kein festgelegter Zeitpunkt, aber wenn jemand meint, er möchte sich nächsten Samstag um 15.00Uhr Familie, Freunde und Bekannte in die Wohnung einladen, den möchte ich wirklich nicht davon abhalten ... Sicherlich ist die direkte Methode, von Angesicht zu Angesicht, die beste, um es jemandem mitzuteilen, einem Menschen, der es wissen soll - meist die Eltern und die besten Freunde, doch dabei sollte man auch nie vergessen, dass man selbst vielleicht Jahre gebraucht hat, um sich als Schwuler oder Lesbe zu akzeptieren, und gerade den lieben Eltern fällt es meist schwer diese Tatsache innerhalb von zwei Minuten zu verdauen. Auch sie brauchen Zeit, um es zu verarbeiten. Ist schon komisch, dass man oder frau vor allem beim Bekenntnis vor seinen Eltern den Gedanken hegt, sie schützen (wovor auch immer) zu wollen. Wie auch immer sollte man also nicht erwarten, dass sie einem freudestrahlend um den Hals fallen ... ...vielleicht wäre es also der falsche Weg bei einer der zahlreichen Talkshows nett in die Kamera zu winken und mit einem freundlichen Grinsen ein "Hallo Mami, hallo Papi, ich bin lesbisch!" als Gruß in die heimische Wohnstube zu schicken. Cross-Dressing steht für Kleidertausch; d.h. Frauen tragen Männerkleidung, Männer Frauensachen. Cross-Dressing kann aber auch heißen, dass Butch sich als Femme verkleidet. Cunnilingus (Mundverkehr) Wörtliche Übersetzung: "Lecken der weiblichen Scham". Lustvolle Stimulation der äußeren Geschlechtsteile der Frau. Durch das Lecken oder Saugen besonders an der Klitoris erlebt die Frau eine schnelle Luststeigerung bis hin zum Orgasmus. Häufig werden auch Pralinen oder kleine Früchte in die Vagina eingeschoben und dann mittels Zungenspiel wieder hervorgeholt. |
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