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    <title>Villa Regenbogen - Die Persönlichkeiten</title>
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    <description>Infos über homosexuelles Leben</description>
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    <title>Christine Vasa</title>
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            <category>Die Persönlichkeiten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (UserOneVilla)</author>
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    Wahrsager und Sterndeuter prophezeien dem kinderlosen schwedischen Königspaar die Geburt einen Sohnes, des erhofften Thronfolgers, aber auch den Tod der Mutter und eine tödliche Erkrankung des Vaters. Am 08. Dezember 1626 war es soweit, es wurde aber kein Junge sonder ein Mädchen geboren: Christina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christine Vasa schreibt Jahre später in ihren Erinnerungen: &quot;Der König genas, meine Mutter, die Königin, stand glücklich von ihrem Kindbett auf, mir selbst ging es gut, und mehr noch: Ich war ein Mädchen&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav II. Adolf lässt seine Tochter wie einen Prinzen erziehen. Christine wird in Sprachen wie Französisch, Deutsch, Italienisch sowie in Sport (Reiten und Fechten) und Wissenschaften (besonders Mathematik) unterwiesen. &quot;Seltsamerweise unterstützten meine Neigungen seine Absichten&quot;, bekennt die junge Frau später, &quot;denn ich empfand einen unbezwinglicher Widerwillen gegen allen, was Frauen sagen und tun.&quot; Ihren Vater, den &quot;großen König&quot;, wie sie ihn in ihren Erinnerungen bewundernd nennt, sieht die Prinzessin nur selten. Denn bis 1629 führt er Krieg in Polen, ein Jahr später greift er in den großen europäischen Krieg ein und findet an 06. November 1632 in der Schlacht bei Lützen den Tod. An diesem Tag wird die fünfjährige Christine Königin von Schweden. Ihre Mutter, die den Tod des geliebten Ehemannes nicht verwinden kann, verfällt langsam den Wahnsinn und stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Christine volljährig wird, erlischt die Vormundschaftsregierung unter der Leitung des schwedischen Reichskanzlers. Am Vorabend ihres 18. Geburtstages legt die Königin vor dem Reichstag den Eid ab, durch den sie zur allein verantwortlichen Herrscherin wird. Trotz zahlreicher Intrigen gelingt es ihr sehr rasch, sich gegenüber der angewachsenen Macht des Adels durchzusetzen, indem sie Adelsparteien, Reichsstände und Hofcamarilla gegeneinander ausspielt. Mit diplomatischen Geschick baut sie die durch den Westfälischen Frieden errungene Großmachtstellung Schwedens aus. Gleichzeitig steigt Stockholm während ihrer Regierungszeit kurzfristig zu einem europäischen Kulturzentrum von Rang auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musik, Malerei, Architektur, Literatur, Theater und Wissenschaften erfahren eine großzügige Förderung. Der französische Philosoph René Descartes und der niederländische Staatsrechtler Hugo Grotius kommen an den schwedischen Hof und diskutieren mit der Philosophin auf den Thron über politische Utopien und Probleme des Naturrechts. Darüber hinaus korrespondiert die junge Königin mit zahlreichen europäischen Philosophen, Wissenschaftlern und Künstlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dann, am 06. Juni 1654, nach noch nicht einmal zehnjähriger Regierungszeit, legt Christine unvermittelt die Krone zugunsten ihres Vetters Carl Gustav nieder, weil sie zum katholischen Glauben übertreten will. Die Motive für diesen Entschluss sind bis heute nicht restlos geklärt. Am überzeugendsten ist noch die Darstellung, dass &quot;[...] das alles wohl weniger eine konsequente Folge einzelner, isolierter Lebensbeschlüsse als vielmehr die eine große Entscheidung, der eine heroische Beweis ihres durch keine Vorherbestimmung bezwingbaren freien Willens [gewesen ist].&quot; (B. Erenz) Unmittelbar nach der Abdankung reist sie über Brüssel, wo sie zum Katholizismus konvertiert, und Paris nach Rom, wo sie von Papst triumphal empfangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald bildet Christine den Mittelpunkt der römischen Gesellschaft, um den sich Künstler, Philosophen, Kirchenfürsten und Politiker scharen. Von Rom aus knüpft sie politische Verbindungen mit Ludwig XIV., Wilhelm von Oranien und Philipp IV. an und unternimmt zahlreiche Reisen durch Europa. Überall wird sie wegen ihrer Intelligenz und ihrer Bildung bewundert und beneidet und wegen der Männerkleidung, in der sie sich bewegt, mit Kopfschütteln bedacht. Sie schreibt Essays über Alexander den Großen und Julius Caesar, die sie sehr schätzt, und setzt ihre naturwissenschaftlichen Studien fort. Sie greift in römische Stadtintrigen und Auseinandersetzungen um Papstwahlen ein und wünscht sich nichts sehnlicher, als an der Spitze französischer Truppen dass von Spanien beherrschte Königreich Neapel zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An 19. April 1689 stirbt Christine Vasa in Alter von 62 Jahren und wird unter der Peterskirche beigesetzt. Die traditionelle Geschichtsschreibung hat die Abdankung der Königin als Eingeständnis ihres Scheiterns interpretiert: &quot;Als Herrscherin einer Großmacht war Christine so ungeeignet wie nur möglich; sie empfand, das zunehmend selbst.&quot; (A. von Brandt) Auch der Vergleich mit den Vater fällt wenig schmeichelhaft aus: &quot;Die begabte und gelehrte Tochter Gustav Adolfs war aber doch als Herrscherpersönlichkeit zu unruhig, um sein Werk fortsetzen zu können.&quot; (W. Hubatsch) Wie müssen solche Ureile in nachhinein eine Frau treffen, die keine Frau sein wollte und über sich selbst geschrieben hat: &quot;Es gibt Männer, die ebenso sehr Frau sind wie ihre Mütter, und Frauen, die ebenso männlich sind wie ihre Väter, denn die Seele hat kein Geschlecht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: aus dem Internet. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Feb 2007 17:07:04 +0100</pubDate>
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    <title>Karl-Maria Kertbeny</title>
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            <category>Die Persönlichkeiten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (UserOneVilla)</author>
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    Karl-Maria Kertbeny wurde am 28. Februar 1824 in Wien als Karl-Maria Benkert geboren; starb am 23. Januar 1882 in Budapest. Als gebürtiger Österreicher und Sohn eines Schriftstellers und Malers war er Journalist und Menschenrechtler, der das Wort &quot;homosexuell&quot; prägte. Die Familie Benkert zog, als er noch ein Kind war, nach Budapest. Er war somit gleichwohl in Österreich, Ungarn und Deutschland zuhause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er in jungen Jahren als Buchhändler-Lehrling arbeitete, hatte Benkert einen engen Freund, der homosexuell war. Dieser junge Mann tötete sich, weil er erpreßt wurde. Benkert erinnerte sich, dass es wohl diese tragische Episode seines Lebens war, die in ihm das Interesse am Thema der Homosexualtiät weckte. Er nannte es seinen &quot;instinktiven Antrieb, um die Probleme mit jeder Ungerechtigkeit anzunehmen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1843 im ungarischen 5. Artillerie-Regiment gedient hatte arbeitete Benkert als Journalist und Reiseschriftsteller und schrieb mindestens fünfundzwanzig Bücher über verschiedene Themen, keines davon von dauerhaftem Wert. 1847 änderte er gesetzlich seinen Namen von Benkert auf Karl-Maria Kertbeny, einen ungarischer Name mit aristokratischem Klang. 1868 zog er, mit 44 noch unverheiratet, nach Berlin. Er behauptete in seinen Schriften, &quot;sexuell normal&quot; zu sein, und es gibt keinen unmittelbaren Beweis, dem zu widersprechen, abgesehen von der Skepsis nachfolgender Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch begann er ab dieser Zeit, umfassend über das Problem der Homosexualität zu schreiben, motiviert, wie er sagte, durch ein &quot;anthropologisches Interesse&quot; vereinigt mit einem Sinn der Gerechtigkeit und einer Sorge um die &quot;Rechte des Mannes.&quot; 1869 veröffentlichte er anonym eine Druckschrift, benannt &quot;Paragraph 143 des preußischen Strafgesetzbuches vom 14. April 1851 und seine Wiederbestätigung als Paragraph 152 im vorgeschlagenen Strafgesetzbuch für den Norddeutscher Bund. Eine offene und berufliche Korrespondenz mit Seiner Exzellenz Dr Leonhardt, dem Königlichen preußischen Justizminister&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Druckschrift zum selben Thema folgte bald. In seinen Druckschriften behauptete Kertbeny, dass das Preußische Sodomie-Gesetz, Paragraph 143, die &quot;Rechte des Mannes&quot; verletzte. Er brachte das klassisch freiheitliche Argument vor, dass der private freiwillige Geschlechtsverkehr nicht Sache des Strafrechts sein sollte. Seinen jungen Freund nachrufend, behauptete er fest, dass das preußische Gesetz es erlaube, von Homosexuellen Geld zu erpressen, und diese oft in den Selbstmord treibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kertbeny bringt auch die Ansicht vor, dass Homosexualität angeboren und unveränderlich sei, ein Argument, das später das &quot;medizinische Modell&quot; der Homosexualität genannt wurde. Das widersprach der herrschenden Ansicht dieser Zeit, dass Männer &quot;Sodomie&quot; aus bloßer Boshaftigkeit begingen. Homosexuelle Männer, sagte er, seien nicht von Natur aus weichlich, und wies darauf hin, dass viele große Helden der Geschichte homosexuell waren. Er war der erste Schriftsteller, der diese heute vertrauten Argumente vor das Publikum brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe dieser Schriften prägte Kertbeny das Wort &quot;homosexuell&quot; als ein Teil seines Systems für die Klassifikation von sexuellen Typen. Er nannte Männer, die von Frauen angezogen werden, heterosexuell, Masturbatoren nannte er &quot;monosexuell&quot;, und Anhänger des Analverkehrs nannte er &quot;Pygisten&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassische Gelehrte haben Kertbenys Wortschöpfung seitdem bedauert. Das Wort &quot;homosexuell&quot; verband die griechische Vorsilbe &quot;homo&quot;, &quot;denselben&quot;, mit einem lateinischen Substantiv, &quot;sexus&quot;, &quot;das Geschlecht&quot;. Die Regeln der Wortschöpfung verbieten üblicherweise, griechische und lateinische Elemente zu kombinieren. Reine griechische Formen wären &quot;homoerotisch&quot; und &quot;Homoerotiker&quot; gewesen. Das Wort verursacht auch Verwirrung zwischen dem griechischen &quot;homo&quot; und dem lateinischen &quot;homo&quot;, &quot;Mensch&quot;, wie in &quot;Homo Sapiens&quot;. Viele Menschen haben angenommen, ein Homosexueller solle eine Person sein, die angezogen von Männern ist, und dass das Wort auf Lesben deshalb nicht angewandt werden könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal sich als homosexuell zu erkennen gegeben habende Männer wie Karl-Heinrich Ulrichs, begannen, für homosexuelle Rechte zu kämpfen; Kertbeny verschwand von der Bühne. Wenn er homosexuell war, war er nicht bereit, dies zu sagen. 1880 trug er ein Kapitel über Homosexualität zu Gustav Jager&#039;s Buch &quot;Entdeckung der Seele&quot; bei, jedoch entschied der Herausgeber von Jager, dies sei zu umstritten und ließ es weg. Dennoch gebrauchte Jager die Fachsprache von Kertbeny andernorts im Buch. Kertbeny lebte nicht, um diese breite Annahme seiner Ideen zu sehen. Er starb 1882 in Budapest im Alter von 58 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: wikipedia 
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    <pubDate>Sat, 10 Feb 2007 17:06:31 +0100</pubDate>
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    <title>Lotte Laserstein</title>
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            <category>Die Persönlichkeiten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (UserOneVilla)</author>
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    Nicht jeder aus Nazi-Deutschland geflohene Künstler, dessen Werke ausgegraben und dem „kulturellen Gedächtnis&quot; zugeführt werden, ist eine Entdekkung. Die Malerei von Lotte Laserstein (1898-1993) jedoch ist eine echte Bereicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1933 bereits anerkannt und relativ erfolgreich, emigrierte sie 1937 als „Dreivierteljüdin&quot; aus Berlin nach Schweden, wo sie sich mit Porträt-Aufträgen durchschlug und den Rest ihres langen Lebens verbrachte. Erst Ende der achtziger Jahre wurde Laserstein wieder in London ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal in Deutschland haben nun das Verborgene Museum und die Stiftung Stadtmuseum im Ephraim-Palais einen großen Teil der Bilder zusammengetragen, die sonst so gut wie ausschließlich an privaten Wänden in Schweden und England hängen. Ein junges Mädchen mit dunklem Bubikopf und sinnlichem Mund auf blauem Diwan, eine herbe Tennisspielerin, nachdenkliche Frauen mit modischen Hüten an Großstadttresen ­ und immer wieder Selbstportraits, oft mit Modellen, die ihr aufmerksam oder besorgt über die Schulter schauen. Die Ausstellung läßt keinen Zweifel, daß Frauen für Lotte Laserstein als Motive, Musen und Vertraute eine zentrale Position einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den zwanziger Jahren fand Laserstein in der engen Freundin Traute Rose ein wandlungsfähiges Modell, das ihren Vorstellungen der „Neuen Frau&quot; vollkommen entsprach. Statt „Frau mit Karokleid&quot; trägt ein Bild einfach den Titel „Das Karokleid&quot; – im Gewühl der Metropole bleibt oft nur der flüchtige Eindruck eines modischen Kleidungsstücks. An Motivwahl und kleinen Details merkt der Betrachter, daß die Malerin dem weiblichen Alltag näher stand als ihre männlichen Kollegen. Sie hielt ihn nicht nur als Illustratorin für Frauenzeitungen, sondern auch ohne Auftrag fest. Mit drei großen Selbstbildnissen aus den Jahren 1928 bis 1931, die Lotte Laserstein beim Malen in ihrem Berliner Atelier zeigen, beginnt die Ausstellung. In den weiteren Räumen finden sich Zeugnisse ihrer Selbstbefragung vor der Leinwand aus späteren Lebensjahrzehnten. Zusammen bilden sie die beeindruckende Autobiographie einer Künstlerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: scheinschlagonline.de 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Feb 2007 17:05:53 +0100</pubDate>
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    <title>Päpstin Johanna</title>
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            <category>Die Persönlichkeiten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (UserOneVilla)</author>
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    Päpstin Johanna zählt zu den faszinierendsten und außergewöhnlichsten Gestalten der abendländischen Geschichte - und zu denen, über die am wenigsten bekannt ist. Die meisten Leute haben noch nie von Päpstin Johanna gehört, und diejenigen, denen ihr Name geläufig ist, betrachten ihr Leben als Legende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch über mehr als achthundert Jahre hinweg - von der Mitte des neunten bis ins siebzehnte Jahrhundert - war Johannas Pontifikat allgemein bekannt und wurde als historische Wahrheit akzeptiert. Im siebzehnten Jahrhundert jedoch unternahmen verschiedene Einrichtungen der katholischen Kirche, die sich wachsenden Angriffen durch den aufstrebenden Protestantismus ausgesetzt sah, einen gemeinschaftlichen Versuch, die peinlichen historischen Unterlagen über Johanna zu vernichten. Hunderte von Büchern und Manuskripten wurden vom Vatikan eingezogen. Wie wirkungsvoll diese Maßnahmen waren, wird schon dadurch ersichtlich, dass Johanna aus dem heutigen Bewusstsein praktisch verschwunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche führt derzeit zwei grundsätzliche Argumente ins Feld, die angeblich gegen Johannas Papstamt sprechen: zum einen das Fehlen jeglicher Erwähnung Johannas in zeitgenössischen Dokumenten, zum anderen der angebliche Mangel an ausreichendem zeitlichem Spielraum, um Johannas Pontifikat zwischen dem Ende der Amtszeit ihres Vorgängers, Papst Leo IV., und dem Beginn der Amtszeit ihres Nachfolgers, Papst Benedikt III., »unterzubringen«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Argumente sind jedoch alles andere als schlüssig. Es kann kaum verwundern, dass Johannas Name in keinen zeitgenössischen Dokumenten erscheint, wenn man bedenkt, wie viel Zeit der Kirche zur Verfügung stand - und wie viel Energie sie darauf verwendet hat - jeden Hinweis auf Päpstin Johanna zu verwischen. Es kommt hinzu, dass Johanna im neunten Jahrhundert gelebt hat, einem der dunkelsten des frühen »finsteren Mittelalters«; dies hat es der Kirche mit Sicherheit leichter gemacht, alle Spuren zu beseitigen, die Johanna als Päpstin hinterlassen hat. Im neunten Jahrhundert war das Analphabetentum weit verbreitet, was durch die außerordentliche Armut an schriftlichen Quellen unterstrichen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb muss man sich heute bei der wissenschaftlichen Erforschung dieser Epoche zumeist auf bruchstückhafte, unvollständige, verstreute, widersprüchliche und unzuverlässige Dokumente stützen. Es gibt keine Gerichtsakten, keine Unterlagen über Landvermessungen, keine Aufstellungen über Ernteerträge, kaum Tagebücher oder Aufzeichnungen über das tägliche Leben. Von einer höchst umstrittenen Handschrift abgesehen, dem Liber Pontificalis* (das von einigen Wissenschaftlern als »propagandistisches Dokument« bezeichnet wurde), gibt es auch keine fortlaufende Liste der Päpste des neunten Jahrhunderts (und nicht nur des neunten) - wer sie waren, wann sie regierten, was sie bewirkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannas Nachfolger beispielsweise, Papst Benedikt III., wird praktisch nur im Liber Pontificalis erwähnt - und dabei war er nicht das Ziel eines regelrechten Vernichtungsfeldzuges. Doch ein uraltes Exemplar des Liber Pontificalis, in dem auch Johannas Pontifikat verzeichnet ist, existiert noch heute. Der Eintrag über Johanna stammt offensichtlich aus späterer Zeit und wurde unbeholfen in den Hauptteil des Textes eingefügt. Aber dies bedeutet keineswegs, dass der Bericht falsch ist; ein späterer Geschichtsschreiber, der von der Richtigkeit der Aussagen politisch weniger suspekter Chronisten überzeugt gewesen sein mag, fühlte sich möglicherweise moralisch verpflichtet, die »offizielle« Akte zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...  &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.villa-regenbogen2000.de/archives/20-Paepstin-Johanna.html#extended&quot;&gt;&quot;Päpstin Johanna&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 10 Feb 2007 16:59:36 +0100</pubDate>
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    <title>Sappho (Psappho)</title>
    <link>http://www.villa-regenbogen2000.de/archives/19-Sappho-Psappho.html</link>
            <category>Die Persönlichkeiten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (UserOneVilla)</author>
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    Die griechische Dichterin Sappho (in antiken Texten und auf Münzen wird sie auch Psappho genannt) wurde vor dem Jahr 600 vuZ. geboren und lebte vorwiegend auf der Insel Lesbos, wo sie im Kult der Aphrodite und der Musen, Freundinnen und Schülerinnen um sich sammelte (Sapphismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zu dieser Zeit üblich, wurden Mädchen und Frauen unterrichtet und ihre vielversprechenden Talente in Anmut, Grazie, Poesie, Philosophie und Musik gefördert. Edle und gebildete Frauen bemühten sich intensiv um ihre Schülerinnen, die sich gern den erfahreneren Frauen anschlossen. Diese Frauengesellschaften pflegten die Tradition und gaben von Generation zu Generation ihr Wissen weiter. So gründete auch Sappho auf Lesbos ihre Sängerinnen-Schule, die weithin Ruhm erlangte. Der Dichter Alkaios beschreibt Sappho als liebenswürdige, heitere, anmutige und würdevolle Frau, gibt ihr Attribute wie veilchenlockig, hehr und süßlächelnd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sage, die nach ihren Gedichttexten entstand, soll sich Sappho aus unerwiderter Liebe vom Leukadischen Felsen gestürzt haben. Dennoch ist es ebenso möglich, wenn nicht wahrscheinlicher, dass es sich bei Sapphos Worten nur um dichterische Erfindungen handelte, die gerade das Sujet der unerwidert Liebenden und Leidenden zum erhöhten Thema werden ließ. So dient auch die Erzählung vom todessehnsüchtigen Felsenssprung als literarisches Mittel, sich von seinen Leiden zu befreien und somit den Wahn und die Berauschtheit der Liebe zu beschreiben und ist nicht als wirkliche historische Tatsache zu interpretieren. Sappho war die größte Lyrikerin des Altertums. Ihre Lieder sind Götterhymnen, Hochzeits- und Liebeslieder. Die Lieder wurden später in 9 Büchern vereinigt, doch sind heute neben Bruchstücken nur wenige Lieder erhalten. Horaz nahm das Versmaß des 1. Buches als sapphisches Maß zum Vorbild für viele Oden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der späteren griechischen Geschichte wurden die Dichtungen Sapphos kritisiert und teilweise geächtet, indem man Sappho als Hetäre beschuldigte und ihren guten Ruf durch üble Gerüchte zerstörte. Grund dafür war wahrscheinlich ihre leidenschaftliche und hingebungsvolle Lyrik, in der sie die Liebe pries und ihre Empfindungen ausdrückte. Dies galt in späteren Zeiten nicht mehr als sittsam genug. Die Liebe wurde nur noch überhöht und in abstrakterer Form beschrieben. Dazu kam, dass die Frauen und Mädchen auf Lesbos ein eigenständiges, unabhängiges, geselliges und öffentliches sowie freies Leben führten. Die Frauen waren gebildet, konnten ihre Talente in der Poesie und in den philosophischen Betrachtungsweisen entwickeln. Dies alles war den späteren Frauen, z.B. in Athen nicht mehr vergönnt. Diese lebten zurückgezogen für die Familie, den Haushalt und beaufsichtigten das Personal. Insofern ist Sapphos spätere Ächtung auch als bewusste Diskriminierung der Frauen zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Sizilien wurde im 4. Jahrhundert vuZ. eine Statue von Sappho aufgestellt, die von dem berühmt berüchtigte römische Statthalter Verres im 1. Jahrhundert vuZ. geraubt wurde. Es wird darüber spekuliert, ob sie mit einem reichen Andrier (Kerkylas?) vermählt gewesen sei und mit ihm eine Tochter hatte. Geboren wurde sie in Mytilene auf Lesbos und stammte aus einem Adelsgeschlecht (gleiche Adelsschicht wie Alkaios). Der Name des Vaters scheint Skamandronymos, der Name ihrer Mutter und Tochter müsste Kleis (Cleis) gewesen sein. Während der Herrschaftszeit des Pittakos (596 vuZ.) musste sie in jugendlichem Alter wegen politischer Unruhen auf Lesbos nach Sizilien flüchten. Sappho kehrte später nach Lesbos zurück und lebte von da an in Mytilene. Sappho hatte nach antiker Überlieferung evtl. drei Brüder. Im Jahr 568 v. Chr. soll Sappho noch gelebt haben. Ihr Todesjahr ist nicht genau bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine (übersetzte) &quot;Kostprobe&quot; von Sapphos Künsten&lt;br /&gt;
Bunten Thrones ewige Aphrodite,&lt;br /&gt;
Kind des Zeus, das Fallen stellt, ich beschwör dich,&lt;br /&gt;
nicht mit Herzweh, nicht mit Verzweiflung brich mir,&lt;br /&gt;
Herrin, die Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, komm hierher, so du auch früher jemals&lt;br /&gt;
meinen Ruf vernommen und ganz von ferne&lt;br /&gt;
hörtest drauf und ließest des Vaters Haus, das&lt;br /&gt;
goldene, und kamst, den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wagen im Geschirre. Dich zogen schöne&lt;br /&gt;
schnelle Spatzen über der schwarzen Erde,&lt;br /&gt;
flügelschwirrend, nieder vom Himmel durch die&lt;br /&gt;
Mitte des Äthers,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gleich am Ziele. Du aber, Selig- Große,&lt;br /&gt;
lächeltest mit ewigem Antlitz und du&lt;br /&gt;
fragtest, was ich wieder erlitten, was ich&lt;br /&gt;
wiederum riefe,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was ich maßlos wünschte, daß mir geschähe,&lt;br /&gt;
rasend in der Seele. &quot;Ja, wen soll Peitho&lt;br /&gt;
deinem Liebeswerben verführen, wer, o&lt;br /&gt;
Sappho, verschmäht dich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist sie heut noch flüchtig, wie bald schon folgt sie,&lt;br /&gt;
ist sie Gaben abhold, sie selbst wird geben,&lt;br /&gt;
ist sie heut noch lieblos, wie bald schon liebt sie,&lt;br /&gt;
auch wenn sie nicht will.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komm zu mir auch jetzt; aus Beschwernis lös mich,&lt;br /&gt;
aus der Wirrnis; was nach Erfüllung ruft in&lt;br /&gt;
meiner Seele Sehnen, erfüll. Du selber&lt;br /&gt;
hilf mir im Kampfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: aus dem Internet 
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    <pubDate>Sat, 10 Feb 2007 16:54:44 +0100</pubDate>
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