Samstag, 10. Februar 2007
Vor kurzem wurde mir das Buch Taxi nach Paris in die Hände gedrückt und wärmstens empfohlen. Ich sollte es also unbedingt lesen und mich nicht wundern. Na gut dachte ich und legte es dann einfach mal so zur Seite und wie es der Zufall will, las ich direkt zwei Tage später im Internet eine Rezession über das Buch, welche mich dann doch etwas aufhorchen lies. Also kramte ich das Buch wieder hervor und fing an zu lesen.
Die Autorin des Buches ist Ruth Gogoll. Sie wurde 1958 in Wesseling (Köln) geboren und ist unteranderem noch Verlegerin. Nach der Schule begann sie ein Studium in Germanistik, Geschichte und Anglistik, unterdessen arbeitete sie nebenbei als freie Journalistin beim Kölner Stadtanzeiger. Nach dem Studium absolvierte Ruth Gogoll eine Ausbildung zur technisch-wissenschaftlichen Softwareassistentin. Den Beruf übte sie dann auch ein paar Jahre aus, danach ging sie dann aber zu einem Schweizer Versicherungsunternehmen als Unternehmensberaterin. Als ihre das dann zu langweilig wurde zog sie in das französiche Städtchen Ferrette und konzentriete sich auf die Leitung ihres Verlages Elle, auf das Schreiben von Büchern und diverse andere unternehmerische Tätigkeiten.
Als sie ihren ersten Roman (Taxi nach Paris) schrieb, zeigten die Verlage anfangs kein Interesse an diesem Werk - den einen war es zu erotisch, den andren zu lesbisch. Selbst ist die Frau und sie gründete den el!es-Verlag, unter dem das Buch erschien und sofort zum heimlichen Bestseller wurde. Nach einer Zeit stieg sie beim konkursbuch Verlag Claudia Gehrke ein und seit her gibt es dort eine el!es edition. Nun schreibt Ruth Gogoll an ihrem achten Roman und wie es aussieht, gibt es eine weitere Fortsetzung der Renni-Krimi-Reihe und auf eine neue Liebesgeschichte à la Taxi nach Paris können wir uns ebenfalls einstellen. Wer Ruth Gogoll einmal im Internet besuchen möchte kann das auch machen und zwar unter http://www.elles.de
Jetzt aber zum Buch Taxi nach Paris. Als mir gesagt wurde ich sollte mich nicht wundern, dachte ich mir nichts großartiges. Ich ging also ganz unverblümt an die Geschichte ran und das erste was ich las, schockierte mich. Es wurde ein Szene beschrieben, in der man davon ausgehen konnte, daß gerade eine Frau vergewalltigt werden würde. Aber es ist nichts wie es scheint und so stellte sich raus, daß es sich um eine Nutte und ihre Kundin handelte. Doch wäre es keine Liebesgeschichte, wenn es nicht Sex, Liebe und Probleme gäbe.
Man stelle sich also vor, daß sich eine ganz normale lesbische Projektleiterin abends in eine Kneipe begibt und spricht dort nach einiger Zeit eine äußerst attraktive blonde Frau an. Nach anfänglicher mißverständlicher Kommunikation kommt (wie schon erwähnt) heraus, daß die äußerst attraktive blonde Frau eine Nutte ist und wie das Leben so spielt verliebt sich die Hauptakreurin in sie. Wer jetzt glaubt, das wäre alles kein Problem täuscht sich, es gibt sie und wer damit zurecht kommen würde, der lügt oder liebt nicht richtig.
Natürlich wäre es jetzt grausam, würde ich den Schluß verraten, deshalb werde ich mich diesem Gedanken anschließen und nicht weiter von dem Inhalt berichten. Das lesen des Buches ist wesentlich schöner bzw. informativer. Es gibt selten Bücher, von denen ich sagen kann, daß sie mich fesseln oder emotional so mitreißen. Das Buch erzählt äußerst erotisch, frau könnte auch sagen die Sexszenen werden sehr ausführlich und anregend behandelt. Aber dennoch wird das eigentliche Problem, welches solch eine Konstellation mit sich bringt, nicht außer acht gelassen. Ganz im Gegenteil.
Dieser Erotik Beststeller kann unter o.g. Homepage (auch hier im RegenbogenShop gelistet)bezogen werden und ist bei seinen 328 Seiten recht angenehm zu lesen. Der Preis von 14,90 Euro ist auch für ein Taschenbuch noch angemessen. Wer noch mehr solche Bücher verschlingen möchte, kann sich auch auf der el!es-Webseite mit Leseproben eindecken. Meine Frau ist jetzt auch ganz Neugierig geworden und wird das Buch wohl als nächstes verschlingen.
Samstag, 10. Februar 2007
Dieser Film kam letztens auf Premiere. Ich sagte zu meiner Frau, das soll angeblich ein guter Film sein, wollen wir den angucken?. Ganz ohne Vorkenntnisse bzw. Ahnung um was es eigentlich geht, guckten wir diesen Film. Was wir sahen und ein zwei Kommentare, möchte ich hier beschreiben.
Die Kleinstadt Laramie im US-Bundesstaat Wyoming ist Schauplatz eines in die Presse geratenen Örtchens, welches im Jahr 1998 seine Unschuld verloren hat. Hauptdarsteller ist Matthew Wayne Shepard, ältester Sohn von Judy Peck Shepard und Dennis Shepard der am 1. Dezember 1976 in Casper im US-Bundesstaat Wyoming geboren wurde. Nach dem er die High School erfolgreich abgeschlossen hatte, besuchte er weiterführende Schulen in Salisbury, North Carolina und in seinem Heimatort Casper sowie in der Schweiz. Danach zog er nach Denver, wo er in verschiedenen Jobs arbeitete, um sich schließlich an der Universität von Wyoming einzuschreiben, wo er Politikwissenschaft studierte. Er konnte sich in drei Sprachen fließend verständigen. In seiner Freizeit liebte er das Theater und nahm gelegentlich sogar Rollen in verschieden Aufführungen am Casper College an. Zusätzlich war er politisch sehr aktiv, kümmerte sich als Wahlkampfhelfer um die politische Karrieren von Abgeordneten in seinem Heimatort. Matthew war auch ein sehr sportlicher Typ, liebte Fußball, Laufen, Schwimmen, Camping, Jagen, Angeln und Skifahren.
Ich spreche von Matthew Wayne Shepard in der Vergangenheit, weil er tot ist. Dieser Film handelt von einer Wahren Begebenheit in einer realen Kleinstadt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dieser Film dokumentiert die Wahrheit und keine erfundene Geschichte in der heutigen Zeit.
Am 6. Oktober 1998 gegen Mitternacht befand sich der 21jährige Student der Universität von Wyoming in einer Bar in Laramie, wo er von seinen späteren Mördern angesprochen wurde, ob er sie nicht begleiten möchte. Auf einer einsamen Landstraße wurde Matthew Shepard schließlich Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Männer stoppten ruckartig und stießen den wehrlosen Matt Shepard aus dem Wagen gegen einen Zaun, schlugen ihn mit Fäusten und einer Pistole nieder, schlugen mehrmals auf ihn ein und banden ihn blutüberströmt an diesem Zaun fest. Sie gingen weg und ließen ihn sich selbst überlassen hängen. Erst am nächsten Tag (nach 18 Stunden voller Qualen) wurde der gepeinigte Körper von zwei Motorradfahrern entdeckt, die zunächst dachten, es handle sich um eine Vogelscheuche. Matthew Shepard war längst in einen Komaschlaf gefallen aus dem er nicht wieder erwachte. Am 12. Oktober verstarb er im Krankenhaus. Seine Eltern und Freunde wachten bis zuletzt am Krankenbett. Die Täter werden schnell gefasst und verurteilt.
Moisés Kaufman und die Mitglieder seines Tectonic Theater Project nahmen sich dieses Falls an und entwickelten daraus ein Theaterprojekt - DAS LARAMIE PROJEKT. Sie fuhren im Verlauf des Jahres nach dem Vorfall mehrmals nach Laramie und führten mit den Bewohnern der Stadt mehr als 200 Interviews. Es entsteht eine nahezu minutiöse Rekonstruktion der Ereignisse. Es wird auch aufgezeigt, welche Meinungen über Homosexualität, Erziehung, Klassen, Gewalt, Privilegien, Rechte, Toleranz und Akzeptanz und nicht zuletzt die Todesstrafe im Amerika des ausgehenden 20. Jahrhunderts aufeinander prallten.
Dieser Film regt zum denken und diskutieren an, er schockiert und packt an der eigenen Nase. Absolut sehenswert!
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