HIV/Aids spielen in der Welt (und das nicht nur in der homosexuellen Welt!) eine sehr große Rolle. Doch kann sich ein Mensch nicht nur damit anstecken, es gibt auch noch andere Krankheiten, auf die frau / man weiß Göttin verzichten kann. Dieser kleine Überblick soll ein kleiner Anstoß sein, darüber nach zu denken, dass SAFE absoluten Vorrang hat!
Allgemeines
Neben dieser neueren Bezeichnung werden noch die Begriffe Geschlechtskrankheiten, venerische Infektionen, also Krankheiten der Liebesgöttin Venus, und im Angelsächsischen "Sexually Transmissible Diseases" (STD) benutzt. Mittlerweile wird die Abkürzung STD auch im deutschen Sprachgebrauch immer mehr für diese Krankheiten verwendet.
Bei den STD handelt es sich um Erkrankungen, die durch Bakterien, Parasiten, Pilze, Protozoen, oder Viren ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt überwiegend oder ausschließlich durch Geschlechtsverkehr oder engen körperlichen Kontakt. Gelegentlich ist auch eine zusätzliche, nicht sexuelle Übertragung, z.B. durch Blutübertragungen möglich.
Überblick
Die sexuell übertragbaren Krankheiten (sexually transmitted diseases / STD) können nach verschiedenen Gesichtspunkten eingeteilt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt eine Einteilung nach den Krankheitssymptomen bzw. der Erstmanifestation der Erkrankung vor: Geschwür oder Erosion, Ausfluss, Infektion der Lymphknoten oder Lymphbahnen und Hauterscheinungen. Dieser Ansatz hat sich in der ärztlichen Praxis bewährt und vereinfacht die Unterscheidung ähnlicher Krankheitsbilder.
Einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Krankheitsverursacher vermittelt die folgende Aufstellung (Erreger - Erregername -> Krankheitsbeispiel).
Bakterien
Callymatobakterium granulomatosis -> Donavanosis
Campylobacter fetus -> Darmentzündung
Chlamydia trachomatis -> Lymphogranuloma inguinale
Gardnerella vaginalis -> Unspezifische Kolpitis, Vaginitis
Gruppe B Streptokokken -> Neugeborenensepsis
Mycoplasma hominis -> Nierenbeckenentzündung
Neisseria gonnorhoeae -> Gonorrhoe
Shigella dysenteriae -> Bakterielle Ruhr
Treponema pallidum -> Syphilis
Ureaplasma urealyticum -> Harnröhren-, Prostata-, Nierenbeckenentzündung
Viren
Condylomata acuminata -> Genitalwarzen
Hepatitis A Virus -> Hepatitis A
Hepatitis B Virus -> Hepatitis B
Herpesvirus hominis Typ 2 -> Herpes genitalis
Humane Immundefizienz Viren (HIV) -> Aids
Human papillomaVirus -> Warzen
Poxvirus -> Dellwarzen
Zytomegalievirus -> Einschlußkörperchenkrankheit
Protozoen
Entamoeba histolytica -> Amöbenruhr
Giardia lamblia -> Lamblienruhr
Trichomonas vaginalis -> Trichomoniasis
Pilze
Candida albicans -> Candidose
Parasiten
Phtirius pubis -> Schamlaus
Krätze, Scabies
... so, und damit das auch noch mal klar gestellt wird:
Übertragungswege und Prophylaxe
Wie jeder schon weiß, wird z. b. das HI-Virus durch Blut und Sexualkontakte übertragen. Besonders gefährdet sind daher unter anderem Menschen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Hält man folgende Verhaltensmaßregeln ein, ist die Gefahr einer Ansteckung schon um einiges geringer:
1. Safer Sex
Praktiken, bei denen Blut oder Vaginalsekret auf Schleimhäute oder verletzte / erkrankte Haut gelangen kann, vermeiden. Deshalb beim Geschlechtsverkehr immer Kondome bzw. Dental Dams verwenden.
2. Vermeidung / Reduktion von Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnerinnen
3. Eine "monogame" Beziehung bietet KEINEN zuverlässigen Infektionsschutz. Aus Angst vor Beziehungsproblemen verheimlichen viele Menschen ihrem Partner einen Seitensprung. Experten sprechen hier vom "Risikofaktor Liebe".
Quelle: Medicine - Worldwide - http://www.m-ww.de