Wer hat sich noch nie Gedanken über sein Aussehen gemacht?
Täglich werden wir mit der jungen, erfolgreichen, schlanken Frau konfrontiert. Sie lächelt uns vom Zeitschriftenständer, aus dem Schaufenster, von Plakatwänden immerwährend zu. Spätestens beim Nüssliknabbern vor dem Fernseher begegnet sie uns wieder.
Die perfekten Frauen, sie sind allgegenwärtig.
Das Schönheitsideal ist ständig im Wandel, jede Epoche hat ihr eigenes :
15-16. Jahrhundert (Frührenaissance):jugendlich-schlanke Körperformen mit kleinen Brüsten und runden Bäuchlein.
17.- Beginn des 18. Jahrhundert (Barock):
üppige Körperformen
Ende 18.- Beginn 19. Jahrhundert (Klassizismus):
runde Formen
Ende der sechziger Jahre (bis etwa 1969):
Twiggy, die teuerste Bohnenstange der Welt!
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren wohlgerundete Formen in Mode. Danach entwickelte sich die Idealfigur immer mehr Richtung (extreme) Schlankheit. Heute sind viele Models nicht nur dünn, sondern medizinisch gesehen bereits untergewichtig. Ihr BMI liegt unter 18.
Gerade in der Pubertät, in der man am beeinflussbarsten ist, orientiert man sich am gängigen Schlankheitsideal. Diese Tendenz kann zu Essstörungen führen. Leute mit Essstörungen akzeptieren ihren eigenen Körper nicht mehr, sie sind unzufrieden. Sie strahlen keine Schönheit mehr aus, denn Schönheit ist auch eine Frage des Körperwohlbefindens. Dies zeigt deutlich, dass Schönheit ein individueller Wert ist und sich nicht auf ein allgemeingültiges Ideal fixieren lässt.
Körperliches Wohlbefinden
Die Definition von Gesundheit laut WHO (World Health Organisation):
Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.
Das körperliche Wohlbefinden ist ein untrennbarer Teil der Gesundheit. Es hängt eng mit dem geistigen und sozialen Wohlbefinden zusammen. Eine gesunde Ernährung sollte die Bedürfnisse des Individuums decken. Eine Mahlzeitenverteilung mit 5-6 kleinen Mahlzeiten pro Tag ist zu bevorzugen, weil damit Heisshungerattacken, körperliche und geistige Tiefs und Völlegefühl vermieden werden können.
Freude und Genuss am Essen
Essen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Es befriedigt aber nicht nur das Hungergefühl, sondern es werden dabei auch noch andere Sinne angesprochen: der Geschmacksinn, der Geruchsinn, der Sehsinn. Essen ist ein genussvoller Prozess. Essenszubereitung und das Essen selbst benötigen genügend Zeit. Ein schön angerichteter Teller und genügend Zeit machen aus einer einfachen kleinen Mahlzeit ein Festessen.
Essen ist toll!
Zu viel essen ist auch toll, macht aber keinen schlanken Fuß.
Zu wenig essen ist auch irgendwie toll, macht auch einen schlanken Fuß, doch auf längere Sicht, ist es dann doch nicht so toll.