Zärtliche Worte, Streicheln, Küssen, Kuscheln, Phantasien, Petting, Geschlechtsverkehr, etc. jeder hat seine persönlichen Vorstellungen davon, was er oder sie mit dem Wort "Sexualität" verbindet. Angenehme und weniger angenehme Erinnerungen, Gedanken, die mit dem momentanen Leben zusammenhängen, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft. Dabei spielen immer die bisherigen Erfahrungen und insbesondere Erziehungseinflüsse eine wesentliche Rolle.
Begehren, Leidenschaft, Liebe, ihre Befriedigung oder Unterdrückung, partnerschaftliche Beziehungen, Verknalltsein, Freude und Leid und vieles mehr. Sexualität ist äußerst vielschichtig und greift so stark in die Gesamtpersönlichkeit ein, dass letztlich wohl so viele Vorstellungen darüber zu finden sind, wie es Menschen gibt.
Auch unter Experten gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, was Sexualität ist, und wie sie gestaltet werden kann. Manche sehen in ihr eine natürliche Kraft, die bei jedem einzelnen Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt ist, und der irgendwann nachgegeben werden muss, damit keine körperlichen oder seelischen Störungen auftreten. Andere sehen in der Sexualität ein beeinflussbares Grundbedürfnis, dessen Befriedigung zwar für Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden von Bedeutung ist, das aber von dem eigenen Willen oder den unterschiedlichen gesellschaftlichen Erwartungen reguliert wird.
Manche Menschen meinen, Sex sei dasselbe wie Geschlechtsverkehr. Für andere ist das eine sehr begrenzte und ziemlich phantasielose Sichtweise. Sexualität hat demnach zu tun mit Intimität, Erleben und Ausleben von Phantasien, mit Vertrauen und Sich-Öffnen, aber auch mit egoistischer Triebbefriedigung und mit Gewalt. Sexualität hat immer mehrere Funktionen, die miteinander in Beziehung stehen. Für den einzelnen Menschen gehören dazu Lebensfreude, Gesundheit, die persönliche Weiterentwicklung und Lust; Sexualität kann neues Leben spenden, tiefe menschliche Beziehungen und Bindungen schaffen und begleiten.
Allgemein werden in der Sexualität vier Aspekte unterschieden:
1. Der Identitätsaspekt (z.B. die Geschlechterrollen, homo-, hetero-, bisexuelle Neigungen)
2. Der Beziehungsaspekt (z.B. der Ich-Du-Zusammenhang und der Kommunikationsaspekt)
3. Der Lustaspekt (z.B. gelebte Sexualität, Ängste, Orgasmus)
4. Der Zeugungs- und Fortpflanzungsaspekt (die biologischen Tatsachen)
Quelle: aus dem Internet.